Kennst du das Gefühl, wenn du morgens die Augen aufmachst und direkt von 0 auf 100 funktionieren musst? Kein „nochmal die Snooze-Taste drücken“, kein entspannter Kaffee in aller Ruhe, keine Zeit um dich selbst fertig zu machen. Das Kind macht die Augen auf – und die Welt dreht sich sofort wieder nur um andere.
Ich bin Sarah, Mama von 3 Kindern, die solange alles gegeben hat, bis da nichts mehr war, was sie geben konnte.
Und ich weiß heute: Es geht anders. Dieser Artikel ist für alle Mamas, die sich in meiner Geschichte wiedererkennen.
Inhalt
Das Bild der perfekten Mutter
Als ich frisch Mama wurde, wollte ich alles perfekt machen. Bindungsorientiert sein, verständnisvoll, immer präsent. Eine Weile hat das gut geklappt.
Aber sowenig wie es die perfekte Mutter gibt, gibt es den perfekten Alltag mit Kind.
Ich merkte, dass mich die Anforderungen des Mama-Seins mehr forderten als ich erwartet hatte. Der Prozess war schleichend. Ich zog mich immer mehr zurück – weil der Alltag so viel Energie forderte, dass für soziale Kontakte einfach nichts mehr übrig blieb. Jedes Treffen fühlte sich nach mehr Aufwand an als Erholung. Dazu kam der Druck von außen – das Gefühl, dass es wohl an mir liegt, wenn der Alltag nicht so funktioniert wie er sollte. Und der Vergleich mit anderen Mamas, bei denen scheinbar alles leichter ist.
Mein persönlicher Wendepunkt
Bis zu meinem dritten Kind habe ich studiert. Und dann kam der nächste Druck – als selbstbestimmte Frau und Mutter muss man ja Karriere machen, in die Rentenkasse einzahlen, darf den Anschluss nicht verlieren. Also habe ich angefangen, Teilzeit im Homeoffice zu arbeiten – mit kleinem Baby zuhause.
Und ich habe es geliebt. Dieses Gefühl, nicht nur Mama zu sein. Mein Gehirn wieder richtig zu fordern. Eigenes Geld zu verdienen. Das Gefühl: Da ist noch mehr in mir als die Mama.
Also habe ich beides gemacht – Mama sein und arbeiten. Bis die Last aus allem zusammen – der Druck, die Erschöpfung, die fehlende Zeit für mich – einfach zu viel wurden.
Da war ich an einem Punkt, wo ich mir Hilfe gesucht habe. Ich habe verschiedene Wege ausprobiert – nicht alles hat für mich funktioniert, aber jeder Schritt hat mich ein Stück weitergebracht. Was ich dabei gelernt habe: Es ist keine Schwäche, Hilfe anzunehmen. Es ist der mutigste Schritt den du für dich tun kannst.
Was mir wirklich geholfen hat war noch etwas anderes: mir endlich erlauben, Zeit für mich zu nehmen. Der Wendepunkt kam als ich mit einer Freundin auf ein Yoga-Retreat nach Indien gefahren bin. Zum ersten Mal seit Jahren war ich einfach nur ich – keine Mama, keine Mitarbeiterin, keine Funktioniererin. Nur Sarah.
Ich habe direkt entschieden: Ich mache die Yogalehrerin-Ausbildung. Und dann hat alles seinen Weg genommen.
Was ich losgelassen habe
Was ich losgelassen habe, war der Glaube, dass ich nur dann eine gute Mutter bin, wenn ich mich selbst dabei vergesse.
Ich liebe meine Kinder – das war nie die Frage. Aber irgendwann habe ich begriffen: Ich kann nicht aus einem leeren Glas einschenken. Wenn ich selbst nichts mehr habe, habe ich auch nichts mehr zu geben.
Also habe ich angefangen, egoistischer zu werden – im besten Sinne. Ich habe mir Zeit für mich eingeräumt. Ich habe aufgehört, mich mit anderen Mamas zu vergleichen. Ich habe akzeptiert, dass es keine perfekte Mutter gibt. Nur Echte.
Und das Schönste? Je mehr ich mir selbst Raum gegeben habe, desto mehr war ich auch für meine Kinder da. Nicht perfekt – aber präsent. Nicht aufgeopfert – sondern lebendig.
Selbstfürsorge als Mama – was das wirklich bedeutet
Beim Wort Selbstfürsorge denken viele an Blasenbäder, Spa-Tage oder stundenlange Meditation. Das ist schön – aber das ist nicht meine Realität.
Meine Selbstfürsorge sieht anders aus: Ich arbeite. Und ich tue es mit Leidenschaft.
Mein Job, mein Yogabusiness, mein Studio – das sind nicht Dinge die mir Energie nehmen. Das sind Dinge die mir Energie geben. Die mich daran erinnern, dass ich mehr bin als Mama. Dass da noch eine Frau ist, die Ziele hat, die etwas aufbaut, die gestaltet.
Ich muss ehrlich sein: Es gab einen Punkt in meinem Leben, wo ich gar nicht mehr wusste was mir überhaupt Spaß macht. Wo ich so lange nur funktioniert hatte, dass ich mich selbst nicht mehr kannte.
Es hat sich nicht von heute auf morgen gezeigt. Es hat sich ergeben – aus kleinen Gelegenheiten die ich plötzlich wieder wahrgenommen habe. Einer Einladung einer Freundin. Einem Moment der Stille. Einem Gefühl das ich lange nicht gespürt hatte. Und dann hat eins zum anderen geführt.
Das möchte ich dir mitgeben: Du musst nicht sofort wissen was dir gut tut. Du musst nur anfangen, wieder auf dich zu hören.
Selbstfürsorge bedeutet für mich: Tun was mich lebendig macht. Und das darf für jede Frau anders aussehen.
Vielleicht ist es für dich ein Spaziergang alleine. Ein Kurs. Ein Hobby das du schon lange vernachlässigt hast. Oder einfach fünf Minuten Stille am Morgen bevor der Alltag beginnt.
Das Wichtigste ist nicht was du tust – sondern dass du es tust. Für dich.
Was sich verändert hat
Heute fühle ich mehr Leben in mir.
Ich freue mich jeden Tag darauf, meine Projekte anzugehen. Ich spüre mehr Freude, bin ausgeglichener – und ich bin nicht mehr nur Mama. Ich bin auch Sarah.
Und ja – nicht jeden Tag sieht das so aus. Es gibt immer noch schwierige Momente, Tage wo die Erschöpfung zurückkommt. Aber der Unterschied ist: Ich weiß heute, dass ich mir Hilfe holen darf. Dass ich nicht funktionieren muss. Dass ich auch ich sein darf. Und dass solche Tage auch wieder vorbei gehen.
Und weißt du was das Schönste ist? Ich hoffe, dass meine Kinder das sehen. Dass sie aufwachsen mit dem Bild einer Frau, die sich selbst wichtig nimmt. Die zeigt: Es ist okay, eigene Träume zu haben. Es ist okay, mehr zu sein als Mama.
Denn am Ende ist das vielleicht das Größte was wir unseren Kindern mitgeben können – nicht Perfektion. Sondern ein echtes, lebendiges Vorbild.
Du bist nicht allein
Wenn du dich in meiner Geschichte wiedererkennst – dann ist dieser Artikel für dich.
Du musst das nicht alleine tragen. Du darfst Hilfe annehmen. Du darfst mehr sein als Mama.
Ich bin Sarah – und ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, Frauen auf genau diesem Weg zu begleiten. Wenn du mehr von mir hören möchtest, folge mir auf Instagram oder schreib mir einfach. Ich freue mich auf dich. 🤍